26 Okt

Lizenz zum Geld drucken

Digitales Geld steht derzeit buchstäblich hoch im Kurs. Ähnlich wie bei regulären Währungen, das von den Notenbanken herausgegeben werden, gibt es viele verschiedene sogenannte Kryptowährungen. Das weltumspannende virtuelle Finanzsystem kommt ganz ohne Banken aus, nicht aber ohne Sicherheit: Die elektronischen Werte werden durch verschlüsselte Codes repräsentiert und auch mathematisch auf Echtheit geprüft, das heißt verifiziert. Jeder, der das möchte, kann sich mit seinem eigenen Computer an der dazu notwendigen Rechenarbeit beteiligen. Die ist erheblich und kann auch moderne PCs auslasten. Als Belohnung winkt ein kleiner Bonus, wiederum in Form von Kryptogeld. Nicht zuletzt deshalb sind viele Menschen gerne bereit, ihren die meiste Zeit untätigen Computer auf diese Weise mit etwas vermeintlich Sinnvollem zu beschäftigen.

Längst hat sich herausgestellt, dass es nicht so einfach ist, tatsächlich in größerem Umfang Gewinn zu erwirtschaften. Die Prozessorbelastung durch die komplexen wiederkehrenden Berechnungen ist nämlich derart hoch, dass es unter normalen Umständen viel zu lange dauert, bis sich ein nennenswerter Bonusbetrag angesammelt hat. Technikaffine Zeitgenossen haben also aufgerüstet und lassen regelrechte kleine Verbundrechner aus mehreren Grafikkarten nach dem Vorbild von Supercomputern für sich arbeiten. Die sind vergleichsweise preiswert und arbeiten viel schneller als der teuerste Universalprozessor. Und auch das reicht manchen modernen Goldgräbern nicht mehr aus.

So nutzen mittlerweile Cyberkriminelle Botnetze für Verfahren zum „Schürfen“ von Bitcoin & Co. Und so wird‘s gemacht: Über einen Angriff via E-Mail oder über den Webbrowser wird ein Zielrechner mit einer Schadsoftware infiziert, auf diese Weise übernommen und in ein Botnetz integriert. Statt nun aber andere Rechner anzugreifen oder vertrauliche Daten zu stehlen, wird der „gekaperte“ Rechner mit den Berechnungen zur Generierung von Kryptogeld beauftragt. Auf diese Weise „erbeuten“ die Angreifer die Rechenleistung ihrer Opfer – und erhalten viel mehr elektronische Arbeitskraft als durch kostspielige Hardware-Käufe.

Wer sich einen solchen Schädling einfängt, hat nichts vom Reichtum. Im Gegenteil: Der eigene Rechner wird langsam und instabil, verbraucht außerdem mehr Energie. Unter Umständen wundert man sich auch nur, kommt aber gar nicht gleich auf das Problem. Bevor man also zum Glücksritter wider Willen wird, hält man sich die Plagegeister besser präventiv vom Hals. Das dedizierte ReCoBS TightGate Pro macht zwar nicht reich, kostet aber auch kein Vermögen. Und Sicherheit ist ein sanftes Ruhekissen …