27 Jun

QuerGedacht: Tür zu!

Französisch für IT-Sicherheitsfachleute: Le boef – der Ochs. La vache – die Kuh. Fermez la porte – den Port mach zu! Im Vault-7-Fundus kann man nachlesen, was passiert, wenn sie offen stehen. Dass etwa der amerikanische Geheimdienst CIA in der Lage ist, Internetrouter diverser Hersteller durch Aufspielen einer bösartigen Firmware aus der Ferne zu einer Art externer „Horchposten“ umzufunktionieren. Tja, Regierungen sind per se die Guten und wollen nur das Beste für alle, nicht wahr? Kann man glauben, muss man aber nicht.

Es ist doch eine Binsenweisheit: Was im Internet Sicherheitslücken enthält, wird auch früher oder später angegriffen. Dennoch hat die Berichterstattung ihr Gutes, vorausgesetzt, nach der Entrüstung folgt auch die sachgerechte Reaktion. Die meisten Angriffe auf IT-Infrastrukturen lassen sich nämlich erstaunlich leicht abwehren – egal woher sie kommen. Im konkreten Fall: Firmware aktuell halten, sichere Kennwörter vergeben und vor allem Fernwartungszugänge konsequent deaktivieren.

Darüber hinaus genießt ein hohes Maß an Sicherheit, wer sein internes Netzwerk möglichst weitgehend vom Internet abschirmt. Abstand schafft Sicherheit! Dass man dabei viel Funktionalität verliert und nicht mehr komfortabel respektive produktiv arbeiten kann, ist ein Ammenmärchen. Können Sie glauben, müssen Sie aber nicht!